Hilfen bei Burnout

Was können Sie tun, wenn aus dem Burnouttest hervorgeht, dass Sie wahrscheinlich betroffen sind?

Zuallererst: Arztbesuch!

Suchen Sie so bald wie möglich Ihren Hausarzt auf. Teilen Sie ihm die Vermutung mit und lassen Sie sich gründlich untersuchen. Möglicherweise kann ein Medikament erste Entlastung bringen. Aber damit sollten Sie sich auf keinen Fall begnügen. Je nach Diagnose und Empfehlung des Hausarztes sind dies die nächsten Schritte:

Klinik oder Kur
Gehen Sie in eine Einrichtung, die auf Burnout spezialisiert ist. Es gibt mittlerweile viele solche Häuser. Ihr Arzt kann Ihnen eine Empfehlung geben. Sie können auch im Internet recherchieren.

Psychotherapie
Insbesondere dann ist Psychotherapie anzuraten, wenn im Kern der Burnoutproblematik eine seelische Störung wie Depression liegt. Melden Sie sich bei einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung an. Ein Erstgespräch bekommen Sie kurzfristig; auf einen Therapieplatz müssen Sie in der Regel etwa ein halbes Jahr warten. Lassen Sie sich auf die Warteliste setzen. Es kann sein, dass jemand ausfällt und Sie in der Liste vorrücken. Aber dafür gibt es natürlich keine Garantie.

Psychologische Beratung
Es ist ziemlich unbefriedigend, ein aktuelles schweres Problem zu haben und monatelang auf die Hilfe warten zu sollen. Das müssen Sie aber nicht. Es gibt zahlreiche sehr gut qualifizierte Psychologische BeraterInnen, deren Dienstleistungen nur deshalb nicht von den Krankenkassen bezahlt werden, weil sie weder Mediziner noch Diplompsychologen mit der Zusatzausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten sind. Bei diesen Fachpersonen bekommen Sie in der Regel sehr schnell einen Beratungsplatz, weil sie nicht überlaufen sind. Allerdings müssen Sie die Beratung fast immer selbst zahlen.

Tipps:
  1. Lassen Sie sich bei einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung auf die Warteliste setzen.
  2. Nutzen Sie die Zeit bis zur Psychotherapie mit einer ambulanten Sitzungsreihe in Psychologischer Beratung.
  3. Achten Sie bei der Wahl vor allem auf folgende Kriterien: a) Die Person verfügt über die staatliche Zulassung zur Ausübung der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (HPG). b) Die Person verfügt über eine gute Ausbildung in einem anerkannten Psychotherapieverfahren. Am besten fragen Sie zuerst nach den angewandten Methoden und informieren sich danach (Internet und Literatur), worum es sich dabei handelt. Es geht ja nicht nur um die Qualität der Methodik, sondern auch darum, ob sie zu Ihnen passt (dasselbe gilt auch bei der Wahl des kassenzugelassen Therapeuten!). c) Die Person ist auf Burnoutprobleme spezialisiert.

Coaching
Wenn Sie grundsätzlich eine eher stabile psychische Konstitution haben und der Stress sich weitgehend auf bestimmte Aspekte Ihrer beruflichen Situation beschränkt, kann Coaching der direkte Weg zur nachhaltigen Bewältigung sein. Nicht jeder Burnout beinhaltet eine seelische Erkrankung im engeren Sinn und nicht immer ist es nötig, für eine längere Zeit krankgeschrieben zu werden. Aber Achtung: Bevor Sie die Variante „Coaching“ wählen, sollten Sie sich ehrlich und gründlich der Diagnostik gestellt haben!

Paarberatung
Sehr oft hängt der Burnout mit einer massiven Partnerschaftskrise zusammen. Wenn das aus der Diagnose hervorgeht (oder Ihnen das auch so schon klar ist), dann kann, nach einer Phase der Erholung, Paarberatung das Mittel der Wahl sein. Es empfiehlt sich, mit einem Partnerschaftstest zu beginnen, um genau zu sehen, wo die Probleme liegen. Life Consult SPS KG arbeitet in der Paarberatung mit dem bewährten Test PREPARE/ENRICH von Life Innovations Inc.
> Näheres zur Paarberatung auf unseren Seiten www.ehetest.org